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Cherry BX-2 (Auszüge aus der Informationsschrift des Konstrukteurs)
- Konstrukteur - Das Flugzeug - Technische Daten - Konstruktive Richtlinien - Hangarierung - Bauetappen - Anforderungen an den Erbauer - Baumappe
Konstrukteur: BX AVIATION
Das Flugzeug (Kurzbeschreibung)
Leichtmotorflugzeug, 2sitzig nebeneinander, in Kompositbauweise aus Holz, Styrofoam, Glasfasern und Epoxidharz. Tiefdecker mit schnell demontierbaren Flügeln und Einzieh-Bugrad-Fahrwerk. Landeklappen, deren Bewegungen in reduziertem Maße auch dem Querruder übertragen werden. Pendelhöhenruder mit Antiservoklappe. Lenkbares Bugrad mit Hohlgummifeder. Hauptfederbeine aus Glasrovings mit Holzkern, hydraulische Bremsen simultan mit Handhebel betätigt. Vollsichtcapot, nach vorne schiebend. Seitenruder mit Seilen, Höhen- und Querruder mit Stangen angetrieben.
Technische Daten des Prototyps
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Typ
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BX-2 “Cherry” HB-YBX (S/N 001)
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Spannweite
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7,0 m
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Länge
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5,23 m
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Rumpfbreite
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außen 1,1 m
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Sitzbreite
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min. 1,0 m
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Breite demontiert
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1,96 m
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Räder
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3 Stk. 4” x 4” (300x100 mm)
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Rüstgewicht
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315 kg
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Benzin
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82 Liter / 57 kg
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Zuladung
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178 kg
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Abfluggewicht
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max. 550 kg
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Lastvielfache
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Normalkategorie + 3,8 / - 1,9
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Motor
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Continental A 65
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Leistung
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41,81 KW / 2300 rpm
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Verbrauch
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13 - 14 l/h -Reise-
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VReise (2-sitzig)
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ca. 220 km/h (118 kt)
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Ausfliegbar
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80 Liter
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Aktionsradius
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80/14 = 5,7 h mit 220 km/h = 1254 km
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Streckenverbrauch
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ca. 7 Liter/100 km
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VNE
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275 km/h (171 mph oder 149 kt)
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Bestes Steigen bei Vollast
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2,6 m/sek auf 3000 ft
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Bestes Steigen - Solo
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3,7 m/sek auf 3000 ft
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Rollstrecken bei Vollast Hartbelag (Gras)
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Start: 290 (380) m Landung: 150 (150) m
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Offiz. Lärmpegel (BZL)
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63 db
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Konstruktive Richtlinien
Die Lastannahmen und die Bemessungsgeschwindigkeiten wie auch die Ausrüstung wurden den auch in der Schweiz gültigen amerikanischen Bauvorschriften FAR 23 entnommen. Trotzdem bleibt das Flugzeug in der Experimentalklasse. Es wurde eine gute Aerodynamik zur Einsparung von Antriebsleistung gewählt. Wirtschaftlichkeit und Lärmarmut ergeben sich so von selbst. Auf eine nochmalige Verbesserung der Aerodynamik durch eine größere Flügelstreckung wurde zu Gunsten kleiner Außenmaße verzichtet. Der Konstruktion wurden eigene Herstellungsmöglichkeiten zugrunde gelegt (Schweißen und Lackieren außer Haus).
Hangarierung
Das Flugzeug benötigt keinen ständigen Hangarplatz. Die beiden Höhenruderhälften werden im Cockpit verstaut. Dann wird die “Cherry” auf einen einfachen Anhänger aufgefahren und fixiert. Nach Ausziehen eines Steckbolzens können die Flügel (30 kg) demontiert und neben dem Rumpf verladen werden.

Demontage und Verladen dauern ca. 15 Minuten.

Das gleiche beim Abladen und montieren, wobei alle nötigen Anschlüsse automatisch erfolgen. Der beladene Anhänger wiegt ca. 600 kg.
Bauetappen
Grundsätzlich sind zuerst Kleinteile und kleine Baugruppen herzustellen, damit der Arbeitsraum nicht zu früh durch Rumpf und Flügel belegt wird.
Hauptetappen:
- Materialeinkauf (auch Stufenweise) - Herstellung Beschläge, Holzleisten, Hilfsholme - Leitwerkbau (3 Flächen) - Hauptholmbau >>> Kontrolle durch Prüfer <<< - Vormontage Hauptfahrwerk - Flügelbau inkl. Klappen und Einglasen - Herstellen der Rumpfseiten - Herstellen der Rumpfhelling - Rumpfaufbau (ohne Tank und hinteres Deck) - Mittelholm - Einbau >>> Belastungsprobe und Baukontrolle <<< - Fahrwerk - Einbau - Steuerung - Einbau - Leitwerk - Anbau - Triebwerk - Einbau - Tankherstellung und -montage - Aufbau hinteres Deck - Capot-Rahmen herstellen und aufbauen - Motorverschalung herstellen - Spachteln, Grundieren, Spritzen - Endmontage, Instrumente, Elektrik >>> Endkontrolle, Wägung, Standlauf <<<
Anforderungen an den Erbauer
Das Flugzeug ist nicht in primitiver Bauweise gebaut und verlangt gute bis gehobene handwerkliche Fähigkeiten. Die Baustundenzahl dürfte bei ca. 4000 Stunden liegen. Obwohl der Prototyp bis zum Erstflug inkl. Motor und Instrumente nur 10 000 SFr verschlang, wird empfohlen mind. 20 000 SFr einzusetzen. Dieser Betrag ist um so besser aufzubringen, als auf verschiedene Freizeitvergnügen oder auch Ausland-Ferien verzichtet wird und das Projekt sich über mehrere Jahre erstreckt.
Vor dem Baubeschluß sind folgende Punkte zu überdenken:
- Stabilität der Lebensverhältnisse - Lebensgestaltung der / des Lebenspartner - Theoretische und praktische Fähigkeiten - Fliegerische Ausbildung - Ausdauer, Gesundheit - Atelier: Größe, Distanz zur Wohnung, Zugang, Heizung, Ventilation, Wasser, - Werkzeuge, Maschinen - Belästigung der Nachbarn (Lärm, Geruch) - Finanzen für Bau und späteren Betrieb - Flugzeug - Einstellmöglichkeiten
Die wichtigsten Voraussetzungen aber sind Unternehmensmut, Selbstvertrauen und gute Freunde.
Baumappe
Der Erwerb der Baumappe ist jedermann möglich. Sie beinhaltet folgende Leistungen:
1. Nachbau - Lizenz für eine “Cherry”. 2. Alle zum Nachbau erforderlichen Baupläne mit Materialangaben. 3. Schriftliche Bauanleitung mit Herstell-Hinweisen, Arbeitsanweisungen und Tips. 4. Bauberatung während der Bauzeit und freie Detailbesichtigung des Prototypen zur Bauunterstützung. 5. Zustellung von Bulletins aus den Erfahrungen mit dem Prototypen und Austausch von Bauerfahrungen.
Abweichungen von der Originalkonstruktion sind im eigenen Interesse nur in Absprache mit dem Lizenzgeber vorzunehmen.
Der Prototyp hat etwa 2700 Flugstunden (3800 Flüge) absolviert.
Bei einem tragischen Unglück sind Max Brändli (85) und sein Sicherheitspilot Dani Gerwer am 15. Juni 2009 in Schweden ums Leben gekommen. Anbei näheres:
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