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Hannes90

Update: 12 Feb 2010

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Cherry BX-2
(Auszüge aus der Informationsschrift des Konstrukteurs)



 

      - Konstrukteur
      - Das Flugzeug
      - Technische Daten
      - Konstruktive Richtlinien
      - Hangarierung
      - Bauetappen
      - Anforderungen an den Erbauer
      - Baumappe



    Konstrukteur:               
    BX AVIATION

              Max Brändli
              2553 Safnern

              - Schweiz -


               

Das Flugzeug (Kurzbeschreibung)

Leichtmotorflugzeug, 2sitzig nebeneinander, in Kompositbauweise aus Holz, Styrofoam, Glasfasern und Epoxidharz.
Tiefdecker mit schnell demontierbaren Flügeln und Einzieh-Bugrad-Fahrwerk.
Landeklappen, deren Bewegungen in reduziertem Maße auch dem Querruder übertragen werden.
Pendelhöhenruder mit Antiservoklappe. Lenkbares Bugrad mit Hohlgummifeder.
Hauptfederbeine aus Glasrovings mit Holzkern, hydraulische Bremsen simultan mit Handhebel betätigt.
Vollsichtcapot, nach vorne schiebend.
Seitenruder mit Seilen, Höhen- und Querruder mit Stangen angetrieben.


Technische Daten des Prototyps

Typ

BX-2 “Cherry” HB-YBX  (S/N 001)

Spannweite

7,0 m

Länge

5,23 m

Rumpfbreite

außen 1,1 m

Sitzbreite

min. 1,0 m

Breite demontiert

1,96 m

Räder

3 Stk. 4” x 4” (300x100 mm)

Rüstgewicht

315 kg

Benzin

82 Liter / 57 kg

Zuladung

178 kg

Abfluggewicht

max. 550 kg

Lastvielfache

Normalkategorie + 3,8 / - 1,9

Motor

Continental A 65

Leistung

41,81 KW / 2300 rpm

Verbrauch

13 - 14 l/h -Reise-

VReise (2-sitzig)

ca. 220 km/h (118 kt)

Ausfliegbar

80 Liter

Aktionsradius

80/14 = 5,7 h  mit 220 km/h = 1254 km

Streckenverbrauch

ca. 7 Liter/100 km

VNE

275 km/h (171 mph oder 149 kt)

Bestes Steigen bei Vollast

2,6 m/sek auf 3000 ft

Bestes Steigen - Solo

3,7 m/sek auf 3000 ft

Rollstrecken bei Vollast
Hartbelag (Gras)

Start:  290 (380) m
Landung:  150 (150) m

Offiz. Lärmpegel (BZL)

63 db






































Konstruktive Richtlinien 

Die Lastannahmen und die Bemessungsgeschwindigkeiten wie auch die Ausrüstung wurden den auch in der Schweiz gültigen amerikanischen Bauvorschriften FAR 23 entnommen. Trotzdem bleibt das Flugzeug in der Experimentalklasse.
Es wurde eine gute Aerodynamik zur Einsparung von Antriebsleistung gewählt. Wirtschaftlichkeit und Lärmarmut ergeben sich
so von selbst. Auf eine nochmalige Verbesserung der Aerodynamik durch eine größere Flügelstreckung wurde zu Gunsten
kleiner Außenmaße verzichtet. Der Konstruktion wurden eigene Herstellungsmöglichkeiten zugrunde gelegt (Schweißen und Lackieren außer Haus).


Hangarierung

 Das Flugzeug benötigt keinen ständigen Hangarplatz. Die beiden Höhenruderhälften werden im Cockpit verstaut. Dann wird die “Cherry” auf einen einfachen Anhänger aufgefahren und fixiert. Nach Ausziehen eines Steckbolzens können die Flügel (30 kg) demontiert und neben dem Rumpf verladen werden.



Demontage und Verladen dauern ca. 15 Minuten.





Das gleiche beim Abladen und montieren, wobei alle nötigen Anschlüsse automatisch erfolgen.
Der beladene Anhänger wiegt ca. 600 kg.


Bauetappen

Grundsätzlich sind zuerst Kleinteile und kleine Baugruppen herzustellen, damit der Arbeitsraum nicht zu früh
durch Rumpf und Flügel belegt wird.

Hauptetappen:

- Materialeinkauf (auch Stufenweise)
- Herstellung Beschläge, Holzleisten, Hilfsholme
- Leitwerkbau (3 Flächen)
- Hauptholmbau
>>> Kontrolle durch Prüfer <<<
- Vormontage Hauptfahrwerk
- Flügelbau inkl. Klappen und Einglasen
- Herstellen der Rumpfseiten
- Herstellen der Rumpfhelling
- Rumpfaufbau (ohne Tank und hinteres Deck)
- Mittelholm - Einbau
>>>
Belastungsprobe und Baukontrolle <<<
- Fahrwerk - Einbau
- Steuerung - Einbau
- Leitwerk - Anbau
- Triebwerk - Einbau
- Tankherstellung und -montage
- Aufbau hinteres Deck
- Capot-Rahmen herstellen und aufbauen
- Motorverschalung herstellen
- Spachteln, Grundieren, Spritzen
- Endmontage, Instrumente, Elektrik
>>> Endkontrolle, Wägung, Standlauf <<<


Anforderungen an den Erbauer

Das Flugzeug ist nicht in primitiver Bauweise gebaut und verlangt gute bis gehobene handwerkliche Fähigkeiten. Die Baustundenzahl dürfte bei ca. 4000 Stunden liegen.
Obwohl der Prototyp bis zum Erstflug inkl. Motor und Instrumente nur 10 000 SFr verschlang, wird empfohlen mind. 20 000 SFr einzusetzen.
Dieser Betrag ist um so besser aufzubringen, als auf verschiedene Freizeitvergnügen oder auch Ausland-Ferien verzichtet wird und das Projekt sich über mehrere Jahre erstreckt.

Vor dem Baubeschluß sind folgende Punkte zu überdenken:

- Stabilität der Lebensverhältnisse
- Lebensgestaltung der / des Lebenspartner
- Theoretische und praktische Fähigkeiten
- Fliegerische Ausbildung
- Ausdauer, Gesundheit
- Atelier: Größe, Distanz zur Wohnung, Zugang, Heizung, Ventilation, Wasser,
- Werkzeuge, Maschinen
- Belästigung der Nachbarn (Lärm, Geruch)
- Finanzen für Bau und späteren Betrieb
- Flugzeug - Einstellmöglichkeiten

Die wichtigsten Voraussetzungen aber sind Unternehmensmut, Selbstvertrauen und gute Freunde.


Baumappe

Der Erwerb der Baumappe ist jedermann möglich. Sie beinhaltet folgende Leistungen:

1. Nachbau - Lizenz für eine “Cherry”.
2. Alle zum Nachbau erforderlichen Baupläne mit Materialangaben.
3. Schriftliche Bauanleitung mit Herstell-Hinweisen, Arbeitsanweisungen und Tips.
4. Bauberatung während der Bauzeit und freie Detailbesichtigung des Prototypen zur Bauunterstützung.
5. Zustellung von Bulletins aus den Erfahrungen mit dem Prototypen und Austausch von Bauerfahrungen.

Abweichungen von der Originalkonstruktion sind im eigenen Interesse nur in Absprache mit dem Lizenzgeber vorzunehmen.


 Der Prototyp hat etwa 2700 Flugstunden (3800 Flüge) absolviert.